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Aktuell: Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff — Details

Hantavirus in Deutschland — Schutz, der hält.

Sieben Endemiegebiete, kein Impfstoff, eine klare RKI-Empfehlung: FFP3-Maske, Handschuhe, Flächendesinfektion. Alles bewährt verfügbar — ab Lager, mit Prime-Versand.

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1–2  Tage Lieferzeit
1Übertragung

Ausschließlich durch infizierte Nagetiere

Keine Mensch-zu-Mensch-Übertragung. Hauptüberträger ist die Rötelmaus.

2Risikozeit

Mai bis Oktober ist die Hauptsaison

Erhöhtes Aufkommen in den wärmeren Monaten — abhängig von Mast- und Nagerjahren.

3Schutz

FFP3-Atemschutzmaske laut RKI-Merkblatt

Empfohlen bei Arbeiten in potenziell kontaminierten Bereichen.

4Vorkommen

Bayer. Wald, Schwäb. Alb, Odenwald, Osnabrück, Unterfranken

Endemiegebiete mit erhöhten Fallzahlen — siehe Abschnitt Risikogebiete.

Aktuell · 11. Mai 2026

Hantavirus in den Nachrichten

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Das RKI empfiehlt FFP3-Masken für Personen, die in Endemiegebieten arbeiten oder leben. Sofortiger Prime-Versand über Amazon.

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§ 01  Grundlagen

Was ist Hantavirus?

Hantaviren sind weltweit verbreitete Erreger, die in Deutschland vor allem durch das Puumalavirus ausgelöste Erkrankungen verursachen. Übertragen werden die Viren durch Ausscheidungen infizierter Rötelmäuse — vornehmlich durch die Inhalation virushaltigen Staubs, etwa beim Aufwirbeln getrockneter Nagetierausscheidungen.

Ein Risiko besteht insbesondere bei Tätigkeiten in kontaminierten Bereichen: Aufräumen alter Scheunen, Schuppen oder Keller, Harken von Waldboden, Garten- oder Forstarbeit in Endemiegebieten sowie das Reinigen von Lagerräumen, in denen sich Mäusepopulationen aufgehalten haben. Die Inkubationszeit beträgt meist 2 bis 4 Wochen; das Krankheitsbild ähnelt zunächst einer schweren Grippe.

Schwere Verläufe sind in Deutschland selten, können jedoch eine akute Nierenfunktionsstörung (HFRS) mit Krankenhausaufenthalt zur Folge haben. Eine ursächliche Therapie oder ein zugelassener Impfstoff stehen in Deutschland derzeit nicht zur Verfügung — entsprechend hat die Expositionsprävention zentrale Bedeutung.

§ 02  Geografische Verteilung

Wo ist das Risiko am höchsten?

Hantavirus-Fälle treten deutschlandweit auf — sieben Endemiegebiete weisen jedoch über mehrere Jahre hinweg deutlich erhöhte Fallzahlen auf.

01
Bayerischer Wald
Niederbayern, Oberpfalz
Hoch
02
Schwäbische Alb
Baden-Württemberg
Hoch
03
Odenwald
Hessen, Bayern, Baden-Württemberg
Hoch
04
Unterfranken
Nordwestbayern
Hoch
05
Osnabrücker Land
Niedersachsen
Erhöht
06
Thüringen
Thüringer Wald & angrenzende Gebiete
Erhöht
07
Teile von Nordrhein-Westfalen
Sauerland, Bergisches Land
Erhöht

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Hantavirus-Fälle treten deutschlandweit auf — die ausgewiesenen Risikogebiete zeigen lediglich erhöhte Fallzahlen über mehrere Beobachtungsjahre hinweg.

§ 03  Klinisches Bild

Symptome erkennen

Das Krankheitsbild beginnt typischerweise abrupt und wird in den ersten Tagen häufig mit einer schweren Grippe verwechselt. Eine frühzeitige ärztliche Abklärung ist entscheidend.

F

Plötzlich hohes Fieber

Abrupter Beginn mit Temperaturen über 38,5 °C, häufig begleitet von Schüttelfrost.

Frühphase · Tag 1 – 4
K

Starke Kopf-, Rücken- und Bauchschmerzen

Heftige Schmerzen in Stirn, Lendenbereich und Flanken; oft als „grippeartig schwer" beschrieben.

Frühphase · Tag 1 – 5
A

Sehstörungen

Gelegentlich verschwommenes Sehen oder Akkommodationsstörungen — meist vorübergehend.

Seltener · Tag 3 – 7
N

Nierenfunktionsstörung

Eingeschränkte Urinausscheidung, Eiweiß im Urin — Leitsymptom des HFRS-Verlaufs in schweren Fällen.

Schwerer Verlauf · ab Tag 5
L

Lungenbeteiligung

Atemnot, Husten, in seltenen Fällen Flüssigkeitsansammlung — sofortige ärztliche Abklärung nötig.

Selten · ab Tag 5
E

Allgemeines Krankheitsgefühl

Übelkeit, Erbrechen, Mattigkeit — können dem Fieber vorausgehen oder es begleiten.

Begleitend · Tag 1 – 7
i

Bei Verdacht ärztliche Abklärung suchen. Weisen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aktiv auf einen möglichen Kontakt mit Nagetieren oder kontaminiertem Staub hin — das erleichtert die Differentialdiagnose erheblich.

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§ 04  Expositionsprävention

Wirkungsvoller Schutz — was das RKI empfiehlt.

Da kein Impfstoff verfügbar ist, beruht die Prävention auf der Reduktion der Exposition. Drei Maßnahmen werden im RKI-Merkblatt explizit empfohlen.

01 / Atemwegsschutz

FFP3-Atemschutz­maske

CE · EN 149

Eng anliegende, partikelfiltrierende Halbmaske der Schutzstufe FFP3. Bei Arbeiten in potenziell kontaminierten Bereichen ist sie laut RKI-Merkblatt empfohlen, um die Inhalation virushaltigen Staubs zu vermeiden.

Pflicht-EmpfehlungRKI § 4.2
02 / Hautschutz

Einweg­handschuhe

EN 374 · Kat. III

Beim Kontakt mit Nagetierausscheidungen, toten Tieren oder kontaminierten Materialien. Nach Gebrauch getrennt entsorgen und Hände gründlich waschen.

EmpfohlenRKI § 4.3
03 / Flächendesinfektion

Haushalts­reiniger / Desinfektion

DGHM-gelistet

Kontaminierte Flächen vor dem Reinigen mit haushaltsüblichem Reiniger oder Desinfektionsmittel anfeuchten — niemals trocken kehren oder absaugen.

EmpfohlenRKI § 4.4

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Die hier dargestellten Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung oder Untersuchung. Inhalte basieren auf dem RKI-Merkblatt für Ärzte „Hantavirus-Infektionen", Stand 2024, sowie öffentlich zugänglichen Fachpublikationen. Verlinkungen auf Drittanbieter (z. B. hantavirus-schutz.de) bedeuten keine Garantie der Wirksamkeit der angebotenen Produkte.

§ 05  Praxis-Hilfe

Kostenlose Schutz-Checkliste herunterladen.

Eine kompakte 8-seitige PDF: Was Sie bei Arbeiten in Risikogebieten beachten müssen — inklusive RKI-Empfehlungen, Reinigungsabläufen und einer ausdruckbaren Schritt-für-Schritt-Anleitung.

  • Vorbereitung vor Arbeitsbeginn: Belüftung, Schutzausrüstung, Materialien
  • Korrekte Reinigungsabläufe für Scheunen, Keller und Lagerräume
  • Entsorgung kontaminierter Materialien gemäß Empfehlung
  • Verhalten bei Krankheitssymptomen — Was sage ich der Ärztin?
§ 06  Häufige Fragen

Ihre Fragen, sachlich beantwortet.

Antworten auf die häufigsten Fragen zur Übertragung, Symptomatik und zum richtigen Schutz.

F.01Wie bekomme ich Hantavirus?

Eine Hantavirus-Infektion erfolgt fast ausschließlich durch das Einatmen virushaltigen Staubs, der bei der Aufwirbelung von getrockneten Ausscheidungen infizierter Rötelmäuse entsteht.

Typische Risikosituationen sind das Aufräumen von Scheunen, Schuppen oder Kellern, Garten- und Forstarbeit in Endemiegebieten sowie das Reinigen von Lagerräumen mit Mäusebefall. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet in Deutschland nicht statt.

Quelle: RKI-Merkblatt § 2
F.02Welche Maske schützt vor Hantavirus?

Das Robert Koch-Institut empfiehlt für Arbeiten in potenziell kontaminierten Bereichen das Tragen einer partikelfiltrierenden Halbmaske der Schutzstufe FFP3 (gemäß CE EN 149).

FFP3-Masken filtern mindestens 99 % der Aerosolpartikel und sind damit für den Schutz vor virushaltigem Staub geeignet. Achten Sie auf einen dichten Sitz und eine korrekte Anwendung.

Quelle: RKI-Merkblatt § 4.2
F.03Ist Hantavirus gefährlich?

Die in Deutschland verbreitete Puumalavirus-Variante verläuft in der Mehrzahl der Fälle mild bis moderat, ähnlich einer schweren Grippe. Schwere Verläufe mit Nierenbeteiligung kommen vor und können einen Krankenhausaufenthalt erforderlich machen.

Tödliche Verläufe sind in Deutschland sehr selten. Eine ärztliche Abklärung bei Verdacht ist dennoch dringend ratsam.

Quelle: RKI-Merkblatt § 3
F.04Was muss ich beim Aufräumen einer alten Scheune beachten?

Vor dem Betreten mindestens 30 Minuten gründlich lüften. Während der Arbeit eine FFP3-Maske und Einweghandschuhe tragen. Nagetierausscheidungen niemals trocken kehren oder absaugen — sie zuvor mit haushaltsüblichem Reiniger befeuchten und anschließend feucht aufwischen.

Kontaminierte Materialien (Putzlappen, Handschuhe) in einem fest verschlossenen Beutel über den Hausmüll entsorgen. Hände gründlich waschen, Arbeitskleidung bei mindestens 60 °C waschen.

Quelle: RKI-Merkblatt § 4 und Anhang B
F.05Gibt es einen Impfstoff gegen Hantavirus?

In Deutschland ist derzeit kein Impfstoff gegen Hantaviren zugelassen. Auch eine kausale Therapie steht nicht zur Verfügung — die Behandlung erfolgt symptomatisch, in schweren Fällen stationär.

Aus diesem Grund hat die Vermeidung der Exposition zentrale Bedeutung.

Quelle: RKI-Merkblatt § 5
F.06Wann ist die Hantavirus-Saison in Deutschland?

Die Hauptsaison für Hantavirus-Infektionen liegt in den Monaten Mai bis Oktober. In sogenannten „Mastjahren" der Buchen können die Fallzahlen aufgrund hoher Rötelmaus-Populationen deutlich ansteigen.

In besonders ausgeprägten Mastjahren — wie etwa 2012 und 2017 — wurden zeitweise mehr als 2.000 Fälle jährlich gemeldet.

Quelle: RKI Survstat & Epidemiologisches Bulletin
F.07Muss eine Hantavirus-Infektion gemeldet werden?

Ja — der direkte oder indirekte Nachweis von Hantaviren ist gemäß § 7 Infektionsschutzgesetz (IfSG) namentlich meldepflichtig, sofern der Befund auf eine akute Infektion hindeutet. Die Meldung erfolgt durch das Labor an das zuständige Gesundheitsamt.

Quelle: § 7 IfSG · RKI-Falldefinitionen